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Meine Geschichte

Mein schmerzfreies Leben trotz Fibromyalgie, dank ketogener Ernährung!

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Meine Leidensgeschichte beginnt schon in meiner Kindheit, damals litt ich an chronischen „Gelenkschmerzen“ mit Fieberschüben, die damals als „rheumatisches Fieber“ diagnostiziert wurden. Es folgten viele Untersuchungen, u. a. auch in Rheuma-Kliniken, immer ohne eine fassbare Diagnose. Schließlich wurde ich mit Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung jahrelang mit Penicillin behandelt.

Später dann Behandlung mit Schmerzmedikamenten, aber nichts hat wirklich geholfen. Anfang der 90er Jahre dann stellte ich mich wieder einmal bei einem Rheumatologen vor, der dann endlich die Diagnose Fibromyalgiesyndrom stellte. Er empfahl mir eine Therapie mit einem Antidepressivum. Dieses brachte leider nur insofern Linderung, dass es mich müde machte und ich mich entspannter fühlte, aber die Schmerzen waren nicht wirklich verschwunden.

Es folgten dann verschiedene Schmerzmedikamente, die immer stärker dosiert wurden. Schlussendlich nahm ich Opioide in sehr hoher Dosierung, von denen ich dann abhängig wurde und deshalb immer mehr davon benötigte.

Ende Dezember 2016 war ich dann an einem Tiefpunkt angelangt. Ich war nur noch erschöpft, die Schmerzen beherrschten mein Leben, ich konnte nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, war oft arbeitsunfähig und sehr verzweifelt.

 

Ich stellte mich bei einem Schmerztherapeuten vor, dieser setzte mein bisheriges Opioid ab und ersetzte es durch ein stärkeres Medikament. Nach einigen Tagen bekam ich Entzugserscheinungen, doch die Schmerzen wurden durch das neue Medikament nicht gelindert.

Jetzt blieben mir nur 2 Möglichkeiten: Entweder ich nahm wieder mein vorheriges Opioid oder das neue Medikament, welches mich dann ja auch wieder abhängig machen würde.

Da ich das nicht wollte, entschloss ich mich zum Entzug und setzte auch das neue Medikament ab. Der körperliche und auch psychische Entzug waren die Hölle und brachten mich an meine Grenzen, aber ich habe durchgehalten!

Nun blieb mir nur noch, mich selbst auf die Suche nach einer Alternative zu machen, um meine Beschwerden und Schmerzen zu behandeln.

Da Schmerzmedikamente für mich nicht mehr infrage kamen, fing ich an mich zu belesen und fand sehr viele interessante Informationen im Internet, z. B. das Buch von Dr. Paul St. Amand, der von einer Kohlenhydratunverträglichkeit bei Fibromyalgie berichtete.

Schließlich landete ich dann irgendwann auf der LCHF-Deutschland-Seite und war begeistert, wie viele Informationen ich dort fand und bin dadurch auf die ketogene Ernährung gestoßen, welche ja mit sehr wenig Kohlenhydraten auskommt.

Ich war fasziniert von dieser Form der Ernährung, brachte sie doch so viele Vorteile mit. Zunächst reduzierte ich erst einmal alles, worin Zucker in jeglicher Form vorkam, und nach und nach dann auch die kohlenhydrathaltigen Lebensmittel wie Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln, also wie bei einer Low-Carb-Ernährung.

Nachdem ich bemerkte, wie gut mir die Reduktion der Kohlenhydrate tat, versuchte ich in Ketose zu kommen, indem ich noch weniger Kohlenhydrate zu mir nahm. Nach einigen Tagen stellte sich mein Stoffwechsel um und wechselte vom Glukose- in den Fettstoffwechsel.

Meine Schmerzen wurden weniger, ich fühlte mich viel leistungsfähiger, konnte mich viel besser konzentrieren, die ständige Müdigkeit und Erschöpfung verschwanden. Mein Schlaf ist viel intensiver und besser geworden und ich fühlte mich morgens endlich mal richtig ausgeschlafen.

Ich hatte endlich wieder Lust, mich zu bewegen, und konnte auch endlich wieder den Bedürfnissen meines Hundes gerecht werden, indem ich erneut regelmäßig mit ihm laufen konnte.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt war eine Gewichtsabnahme von 26 kg, welche natürlich auch zu einer Verbesserung meiner Lebensqualität beitrug.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich ein viel positiverer und lebensfroher Mensch geworden bin. Ich kann es gar nicht so richtig in Worten ausdrücken, wie gut ich mich jetzt fühle!

Ich ernähre mich jetzt seit über 3 Jahren ketogen und kann sagen, dass die Beschwerden meiner Fibromyalgie zu 90 % verschwunden sind!

Ich fühle mich wie ein neuer Mensch. Und es kann mich nichts mehr davon abbringen, mich für den Rest meines Lebens weiter so zu ernähren.

Mein Motto ist jetzt:

„Nichts mit Kohlenhydraten kann so gut schmecken, als dass ich in Kauf nehmen würde, wieder diese Schmerzen zu haben!“.

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 Leseprobe LCHF Magazin 02-2020